Julia & Telemann

24. magdeburger
telemann festtage

voller poesie
9. – 18. märz 2018

telemann festtage

Jeder Mensch hinterlässt Spuren. Manche sind lange sichtbar. Sie verblassen scheinbar nie. Einer dieser Menschen war Georg Philipp Telemann – ein begnadeter Komponist des 18. Jahrhunderts. Alle zwei Jahre, anlässlich der Magdeburger Telemann-Festtage, taucht er wieder auf und lädt ein, auf eine wunderbare Reise in die Zeit des Barock und deren musikalische Vielfalt.

 

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Klavier

veranstaltungen

eröffnungskonzert

Mit diesem Konzert des Leipziger Barockorchesters – unter Leitung von Konstanze Beyer – werden die 24. Telemann Festtage in der Stadt Magdeburg unter dem Thema "Telemann und die Literatur" eingeleitet. Die Kantate "Der Mai" und die sogenannte "Grillen-Symphonie" stimmen außerdem auf das Frühjahr ein. Gekrönt wird das Konzert durch die Verleihung des diesjährigen "Georg-Philipp-Telemann-Preises" der Stadt Magdeburg an den Dirigenten und Bariton-Sänger des Thomanerchores Leipzig, Gotthold Schwarz.

9. März 2018 – Opernhaus Magdeburg – 18.30 Uhr

saitenspiele

Telemann spielte leidenschaftlich Violine und schrieb neben der "Continuation des Sonates méthodiques" und "Essercizii musici" viele weitere Violinwerke. In "Saitenspiele" wird eine wunderschöne Auswahl dieser Werke durch die Violinistin Midori Seiler und den Cembalisten Christian Rieger präsentiert.

10. März 2018 – Schinkelsaal im Gesellschaftshaus Magdeburg – 11 Uhr

ausgezeichnet!

Im majestätischen Palais Fürstenwall wird etwas "Ausgezeichnetes!" präsentiert: Die 2017 mit dem Telemann-Preis für Gesang ausgezeichnete Sopran-Sängerin Geneviève Tschumi tritt zusammen mit dem Ensemble Bell'arte aus Salzburg auf.

11. März 2018 – Palais am Fürstenwall – 11 Uhr

jauchzet, ihr himmel

Bei diesem Konzert werden Telemanns "Das befreite Israel" und "Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu" durch den Berliner RIAS Kammerchor aufgeführt. Freuen Sie Sich auf eine einmalige Darbietung in der Johanniskirche mit einer Wirkung, die unter die Haut geht.

11. März 2018 – Johanniskirche – 19.30 Uhr

die gekreuzigte liebe

In der Magdeburger Pauluskirche wird es an diesem Abend höchst emotional: Der Kammerchor der Biederitzer Kantorei wird unter Leitung von Michael Scholl die Leidensgeschichte Jesus' in dem von Telemann geschriebenen Passionsoratoriums "Die gekreuzigte Liebe" aufführen.

13. März 2018 – Pauluskirche – 19.30 Uhr

august zirner liest …

Telemann schrieb – und das sehr erfolgreich. Aus den autobiographischen Texten über Liebe, Wettstreit und Musik wird der US-amerikanisch-österreichische Schauspieler August Zirner im Literaturhaus Magdeburg vorlesen.

15. März 2018 – Literaturhaus Magdeburg – 19 Uhr

das glück des gauklers

Vielleicht kommt Ihnen dieses Theaterstück aus dem vergangenen Jahr bekannt vor. Falls Sie es 2017 verpasst haben, haben Sie dieses Jahr am 15., 16. und 18. März im Zuge der Telemann-Festtage die Gelegenheit, es sich im Gesellschaftshaus anzusehen. Lassen Sie sich von den "Kammerspielen Magdeburg" zurück ins 17. und 18. Jahrhundert versetzen und erfahren Sie in "Das Glück des Gauklers" mehr über das Leben des in Magdeburg geborenen Komponisten Georg Philipp Telemann.

15. & 16. März 2018 – Schinkelsaal im Gesellschaftshaus Magdeburg – 19.30 Uhr
18. März – Schinkelsaal im Gesellschaftshaus Magdeburg – 15 Uhr

johannespassion 1745

In der Pauluskirche lässt sich erleben, dass Barockmusik auch heute überzeugen kann. Das Ensemble "Les Muffatti" aus Belgien wird die einzige gedruckte oratorische Passion des 18. Jahrhundert nach Georg Philipp Telemann aufführen. Die "Johannespassion 1745" trägt den Beinamen "Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld".

17. März 2018 – Pauluskirche – 16 Uhr

oboe virtuos

Der wohl bekannteste Oboenvirtuose unserer Zeit, Albrecht Mayer, wird zusammen mit dem "New Seasons Ensemble" Werke von Telemann und Vivaldi vorführen. Für Telemann galt die Oboe als Instrument, das der menschlichen Stimme am nächsten kommt, deshalb schrieb er ganze acht Oboenkonzerte, die seine Leidenschaft zu diesem Instrument zum Ausdruck brachten.

17. März 2018 – Johanniskirche – 19.30 Uhr

galakonzert

Telemanns Kantaten, Lieder und Arien kennt kaum ein anderer besser als er: Der diesjährige Telemann-Preisträger, Dirigent und Sänger des Leipziger Thomanerchores Gotthold Schwarz. Gemeinsam mit dem Sächsischen Barockorchester wird er einen Einblick in seine und Telemanns künstlerischen Tätigkeiten geben.

18. März 2018 – Rathausdiele im Rathaus Magdeburg – 11 Uhr

telemann festtage – auf einen blick

wer war telemann?

Heute würde man sagen, Georg Philipp Telemann war ein Superstar. Er war ein Komponist und begnadeter Musiker, genialer Unternehmer und hatte viel Sinn für Humor. Er schrieb unzählige Musikstücke und war ein Pionier für öffentliche Konzerte. Außerdem war er der erste Künstler, der seine Werke vervielfältigte und Herausgeber eines Musikjournals.

Musik war verboten

Geboren wurde Georg Philipp Telemann am 14. März 1681 in Magdeburg. Sein Vater verstarb früh. Der kleine Telemann war erst vier Jahre alt. Seine Liebe zur Musik traf in der Familie auf Widerstand. Nachdem er mit zwölf Jahren seine erste Oper komponierte, verbot die Mutter jede weitere musikalische Aktivität. Heimlich erlernte er das Spielen zahlreicher Streich- und Blasinstrumente.

Georg Philipp Telemann
Foto: Sebastian Siebert
Georg Philipp Telemann am Klavier
Foto: Sebastian Siebert

Der Pate von Bachs Sohn

Mit 20 Jahren ging Georg Philipp Telemann nach Leipzig zum Jurastudium, komponierte nebenbei Opern und Kirchenmusik. Sein Weg führte ihn nach Sorau, Frankfurt am Main und Eisenach. Hier traf er auf Johann Sebastian Bach, für dessen Sohn er Pate war.

Kreativ bis zum Tod

Die nächste Station war Hamburg, wo Georg Philipp Telemann bis zu seinem Tod am 25. Juni 1767 lebte. In Hamburg erlebte er seine kreativste Phase. Jeden Sonntag mussten zwei Kantaten und einmal im Jahr eine Glaubenspassion geschrieben werden. Außerdem übernahm er 1722 die Leitung der Hamburger Oper, für die er selbst 25 Werke komponierte. Telemann gründete eine Musikzeitschrift und einen Zeitungsvertrieb.

Menschlich galt Telemann als experimentierfreudig und geistreich. Er war zweimal verheiratet und Vater eines Sohnes.