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Corona ging nicht spurlos am Magdeburger Einkaufszentrum FLORAPARK vorüber. Einkaufen in Magdeburg sprach mit Centermanager Kai Ehlers über Probleme und Zukunftswünsche. 

Der Florapark im Nordwesten Magdeburgs. Foto: FLORAPARK Magdeburg

Die ersten Lockerungsmaßnahmen im Zuge des Coronavirus wurden bereits in Magdeburg vorangetrieben. Zuerst durften so kleinere Geschäfte öffnen, später folgten auch diejenigen mit mehr als 800 m² Fläche. Selbst ein Autokino, das am 15. Mai Filmfans auf den Messeplatz ziehen wird, ist nun möglich.

Nun folgen ab dem 18. Mai Restaurants und Hotels. Sie dürfen wieder Gäste einladen - unter der Einhaltung von speziellen Hygienvorschriften. In Einkaufszentren versammeln sich Handel und Gastronomie auf kleinem Raum. Viele Fallstricke ergeben sich daraus. Einkaufen in Magdeburg unterhielt sich in diesem Rahmen mit dem Centermanager des FLORAPARK in Magdeburg, Kai Ehlers.

Im Gespräch mit Kai Ehlers

Einkaufen in Magdeburg: Wie gestalten sich die neuen Lockerungsmaßnahmen für die Betriebe in Ihrem Einkaufszentrum? Wie ist generell der Tenor der Mietpartner?

Kai Ehlers: Die Lockerungsmaßnahmen der 5. Verordnung des Landes führen dazu, dass wir uns langsam aber sicher auf den Regelbetrieb zurückbewegen und damit auch für unsere Mietpartner und Besucher ein besseres Umfeld schaffen. Die Betreiber spüren dabei trotzdem eine Kaufzurückhaltung und wir haben auch noch nicht die Frequenzen erreicht, wie sie sich sonst dargestellt haben. Aber die Chance Umsatz machen zu können, wird von fast allen positiv gesehen. Allerdings reicht der Umsatz vielerorts noch nicht aus, um wieder kostendeckend oder gar gewinnorientiert arbeiten zu können. Ein großes Hemmnis, gerade für die Gastronomie bildet dabei die Maskenpflicht auch auf den Verkehrsflächen des Centers. Die Abstandsregelungen und Begrenzung der Zugangszahlen stellt für die Masse der Shops kein größeres Hindernis dar, außer der Kontrolle dieser Situation.

Welche Hürde bedeutet die Lockerungen und die damit einhergehenden Hygienevorschriften?

Die größte Hürde wird durch die Uneinsichtigkeit einiger weniger Besucher hervorgerufen, da wir deswegen permanent unterwegs sein müssen, um jeden darauf anzusprechen, die Maskenpflicht im gesamten Centerbereich einzuhalten.

Was sind Ihre Prognosen für das Jahr 2020?

Die Aussichten für die verbleibenden sieben Monate sind nicht sehr rosig. Das 2. Quartal ist nicht mehr zur retten und auch das 3. Quartal wird noch unter stark zurückgegangenen Umsätzen leiden. Aber die meisten hoffen ab dem 4. Quartal wieder in die positiven Bahnen des Vorjahres zurückzukehren und dann auch wieder wirtschaftlich agieren zu können. Ob und unter welchen Voraussetzungen das eintreffen wird kann aber niemand vorhersagen.

 

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