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Die Grillsaison hat begonnen. Wo Sie sich dafür in Magdeburg ausrüsten können, zeigen wir Ihnen auf den folgenden Zeilen. Außerdem spendieren wir Ihnen ein Rezept für super-saftige Spareribs, die garantiert gelingen – auch Kochmuffeln

Smoken und Grillen. Fotos: Nico Esche

So sehr in der heutigen Zeit das Coronavirus unser Leben beeinflusst, umso mehr sehnen wir uns nach Normalität. Dazu zählt vor allem auch das alljährliche Angrillen in Magdeburgs Gärten und Schreber-Parzellen.

Ein gutes Stück Fleisch auf den Rost werfen, Alu-Kartoffeln backen oder vegetarische Köstlichkeiten zaubern – Grillen ist mehr als nur reines Zubereiten von Nahrungsmitteln.

Manch einer sieht das Grillen gar als Kunst an. Und das ist gar nicht mal verkehrt: Die ideale Marinade, smoken oder schlichtes grillen, die richtige Wahl von Kohle oder Räucherchips. Der Facettenreichtum ist enorm und das Geschmackserlebnis oft einzigartig.

Und nicht vergessen: Auch wenn das Grillen oft ein Event darstellt, sollte man sich dringend an die Verordnung zur Eindämmung von Corona halten.

Nicht erlaubt sind:

  • Grillen an öffentlichen Plätzen, wie Parks
  • Mit mehr als einem Bekannten, der nicht im Haushalt lebt

Erlaubt sind:

  • Grillen zu Hause
  • Mit der Familie im eigenen Haushalt

Feines Grillgut erhalten Sie in der Regel in jedem gut sortierten Fleischer Magdeburgs. Diese finden Sie in fast jedem Stadtteil, wie Delikata in Sudenburg, Fleischerei Schiebel in Neustadt, Kroll Fleischerei in Olvenstedt oder der Fleischerei Oberländer in Salbke.

Generell ist es eine gute Idee sich vorab telefonisch bei dem Fleischer Ihres Vertrauens zu informieren. Sind noch Schälrippen und Koteletts verfügbar? Ihnen wird sicher gerne Auskunft gegeben. Zudem lassen sich Würstchen und Co. so direkt zur Seite legen, damit Sie sie später auch garantiert kaufen können.

Für anspruchsvolle Griller, die auch gerne mal in der Küche experimentieren, empfehlen wir einen Besuch im Gewürz- und Teehaus Magdeburg. Hier finden Sie sicherlich das richtige Gewürz zum Marinieren und würzen Ihres Grillguts.

So wie wir das mit Spareribs gemacht haben. Das Ergebnis sehen Sie weiter unten, inklusive Rezept zum nachmachen:

Rezept: Saftig-rauchige Spareribs

Super-saftige Spareribs genießen, mit einem einfachen Rezept, das selbst jeder Kochmuffel aus dem Handgelenk schütteln kann.

Gute Rippchen in einem Restaurant zu bekommen, ist schwierig. Gute Rippchen selber zu machen, quasi unmöglich. Falsch, denn mit wenigen Handgriffen entstehen saftige Spareribs. Gesmoked, mit Aromen, die noch lange im Mund gemeinsam Party feiern, und das Beste: Mit einem einfachen und unschlagbaren Marinaden-Rezept und herrlich geräuchert, ganz ohne sündhaft teurem Smoker, gelingen diese Spareribs immer.

Das wichtigste ist hierbei selbstverständlich die Auswahl der Zutaten. Quasi jeder Haushalt hat sein eigenes Rezept für feurige, würzige, mediterrane oder gar chinesische Marinaden für die Schälrippchen. Das Ensemble, das bei diesem Rezept verheiratet wird, basiert vor allem auf den Grundtönen eines jeden guten Geschmacks: bitter, sauer, süß, salzig und in diesem Fall mit einem kleinen Touch ungarischer Lebensfreude. 

Bei den Mengenangaben der Gewürze kann gerne experimentiert werden und sollte vor allem als grobe Richtschnur gelten. Die verwendete Barbecuesauce kann je nach eigenem Geschmack gewählt werden, generell ist es egal, welche verwendet wird. Alle Zutaten sind in jedem Supermarkt erhältlich, keine Umwege in Spezialgeschäfte nötig!

 

Zutaten für zwei Personen:

2 kg Schälrippchen (ideal: vom Fleischer)

150 ml Barbecuesauce 

2 kleine Zitronen

50 gr Tomaten-Paprikamark

80 ml Speiseöl

8-10 Spritzer Worcestersauce

1 EL Senf

1 EL Apfelmark

1 kleine Zwiebel

3 große Zehen Knoblauch

2 große rote Chili-Schoten

150 gr Honig (flüssig, ideal: bio)

Rosmarin-Stränge

 

Gewürze für Marinade:

Bunter Pfeffer

Meersalz

Paprika edelsüß + Paprika rosenscharf + Paprika geräuchert

Cayennepfeffer

Selleriesalz

Bockshornkleesamen (gemahlen)

Senfkörner

Zwiebel (gemahlen)

Knoblauch (gemahlen)

 

Für den Grill:

1 Glas Bier, Rotwein oder Wasser

2 handvoll Räucherchips

1 Schale mit Wasser 

 

Zubereitung:

Die Marinade: Zwiebeln und Knoblauch in kleine Würfel hacken. Öl, Zitrone, Mark, Worcestersauce, Senf, Apfelmark, Zwiebel, Knoblauch, Barbecuesauce, Chili und Honig in eine Schüssel geben. Anschließend mit den Gewürzen abschmecken. 

Die Marinade sollte von der Konsistenz nun sämig sein; ist sie zu dick, mit Öl und Zitrone nachbessern, wenn sie zu dünn ist, einfach mehr Apfel-, bzw. Tomaten-Paprikamark hinzugeben. Vor allem sollte sie geschmacklich eine süß-rauchige Note haben, so karamellisiert das Fleisch perfekt, wird knusprig und aromatisch. Der Schärfegrad kann mit dem Cayennepfeffer und buntem Pfeffer nun variiert werden. 

Die Rippchen in mehrere kleine Teile von je ca. 10 cm Länge zerteilen, in einen Behälter geben und mit der Marinade einpinseln. Wenden Sie die Rippchen-Teile, bis alles mit der herrlichen Marinade bedeckt ist.

Nun zum offenen Geheimnis: Je länger das Fleisch in der Marinade liegt, desto geschmackvoller und zarter wird es. Jedoch sollte es mindestens eine Nacht in einem abgedeckten Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden, bevor es auf den Grill kommt. Möchten Sie sich und Ihre Gäste an einem Sonntag mit Ihren vollmundigen Spareribs begeistern, empfiehlt sich also die Rippchen-Teile bereits am Freitag in die Marinade einzulegen und anschließend abgedeckt kühl zu stellen. 

Zum Grill

Wie bereits oben angepriesen, ist es ein einfaches zu smoken, ohne selber einen teuren Smoker zu besitzen. Hierfür eignet sich sehr gut ein Kugelgrill, der sich komplett abdecken lässt und über Luftzufuhr und -abfuhr verfügt. Zugegeben, in einem Smoker wird das Fleisch nochmal zarter, der Geschmack wird vor allem jedoch von der Marinade erzeugt – und statt vier Stunden Smoker-betreuen, benötigen Sie mit der Kugelgrill-Smoking-Variante nur unwesentlich mehr Zeit, als beim herkömmlichen Grillen. Somit bleibt mehr Zeit zum Apfelsaftschorle trinken und mit den Liebsten zu tratschen.

Die Kohlen (ideal: Eierkohle) anheizen. Zeitgleich die Räucherchips in ein Bier- bzw. Weinbad geben und 30 Minuten einweichen. Der Alkohol verfliegt zwar während des Grillens, wer es jedoch ohne haben möchte, badet seine Räucherchips in klarem Wasser. Das ist wichtig, da sie sonst verbrennen würden. Die Auswahl der Chips ist hierbei jedem selber überlassen, das Angebot ist riesig – dafür hat man Raum zum Experimentieren. In diesem Rezept wurden Buchenholzchips genutzt.

Nun sollten die Kohlen von einem grauen Film überzogen sein – Grillmeister wissen Bescheid, jetzt kann es losgehen. Wichtig: Die Kohlen sollten nicht zu heiß sein. So wird das Fleisch schön zart gegart.

Nun kommen die Räucherchips aus ihrem Bad und werden über die Kohlen verteilt – jetzt muss es schnell gehen: Legen Sie den Grillrost auf. Stellen Sie eine Schale voll Wasser in die Mitte des Rostes und verteilen das Fleisch um die Schale. Das Wasser sorgt für eine gute Atmosphäre im Grill – alles im Zeichen des Geschmacks und der Konsistenz. Legen Sie auf je ein Rippchen-Teil einen Rosmarinstrang und schließen den Grill mit dem Deckel.

Öffnen Sie Luftzufuhr und -abfuhr an Ihrem Grill komplett und genießen das rauchige Vergnügen.

Nicht wundern, wenn kein Rauch mehr aus dem Grill dringt, das ist völlig normal. Dann auf keinen Fall Räucherchips nachlegen, sonst wird das Grillgut zu bitter.

Wenden Sie die Teile nach einigen Minuten und braten das Fleisch von beiden Seiten knusprig an. 

Letzter Schritt: Schmecken lassen!

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