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Corona legt die Welt lahm. Darunter leiden viele Betriebe und Unternehmen. Auch die kulturellen Einrichtungen in Magdeburg bangen um ihre Zukunft.

Gemeinsam Stark in der Region
Das OLi-Lichtspielhaus ist eines der kulturellen Zentren Magdeburgs. Foto: Nico Esche

Viele Betriebe mussten wegen der Corona-Krise schließen. Die Magdeburger Volksstimme warf einen Blick in zwei Kultureinrichtungen, bzw. Independent-Kinos und erkundigte sich nach der aktuellen Lage.

So wird im Kulturzentrum Moritzhof in Neustadt trotz Schließung weiterhin gearbeitet und alles auf Vordermann gebracht. “Wir arbeiten liegengebliebene Aufgaben auf, nehmen Reparaturen vor, bringen die Technik in Schuss”, erzählt Lars Johansen, Verwalter des Moritzhofs und Vorsitzender der ARTist e.V..

Außerdem produziert er und sein Team mitHof on Air” ein kleines Videopodcastformat, mit dem sie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hofes und Gäste präsentieren.

Hier zeigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Gäste eine breite Palette an Aufführungen, wie Lesungen, Konzerte, Performances, Märchenerzählungen, Kabarettaufführungen, Buch- und Filmvorstellung.

Der Moritzhof selber habe dabei in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet, die Situation sei aktuell noch in Ordnung und könne die Ausfälle kompensieren. Allerdings auch nur kurzfristig.

“Es gibt ein Paket für Firmen und Selbstständige”, erzählt Johansen. “Die dort erhaltenen Gelder dürfen aber in Sachsen-Anhalt nicht für den Lebensunterhalt genutzt werden." Für freischaffende Künstler, die ihre Existenz mit Auftritten verdingen, eine Katastrophe. "Es gibt keinen speziellen Etat für Künstler und Künstlerinnen.”

Trotz Schließung wird im Moritzhof gearbeitet. Foto: Nico Esche

Auch das OLi-Lichtspielhaus in Stadfeld Ost bangt um seine Existenz. Betreiberin Ines Möhring erzählte der Volksstimme von ihrer frustrierenden Situation in den vergangenen Wochen: “Da wir unser kleines Kino auch für Schul- und Firmenveranstaltungen, Familienfeiern, Theatergruppen und Konzerte vermieten, und von dieser Seite aus keine Planungssicherheit besteht, hagelte es in den ersten zwei Wochen pausenlos Absagen.”

Sie habe zwar keine Mitarbeiter, die "leiden müssten" unter den finanziellen Einbrüchen, die Lage sei trotzdem enorm angespannt.

Ines Möhring trägt trotzdem Hoffnung im Herzen: "Wir überstehen die Krise bis zum Herbst, dann müssen wir die weitere Entwicklung abwarten. Wir alle sind dennoch optimistisch und hoffen, dass die Magdeburger nach einer so langen Zeit ohne öffentliche, gemeinsam genossene Kultur ‘ausgehungert’ in die Kulturbetriebe der Stadt kommen werden.”

Auch weitere Einrichtungen, wie das Studiokino oder das Theater an der Angel sind von den fehlenden Einnahmen stark betroffene Kultureinrichtungen. Ihnen sollte besonderes Augenmerk geschenkt werden in Zeiten von Corona. Sie tragen die Kultur nach Magdeburg.

 

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