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Die Umbauarbeiten am Magdeburger City Carré haben begonnen. Was Kunden des Centers ab Ende des Jahres erwarten wird und worauf sie sich heute schon einstellen müssen.

 

 

City-Carré Magdeburg

Das City Carré. Foto: Michael Reinhardt/City-Carré Magdeburg

 

Es geschieht gerade so einiges im City Carré Magdeburg. Wer sich in dem Einkaufszentrum am Bahnhof umgesehen hat, stellt fest, dass Geschäfte bereits umgebaut werden und innerhalb des Gebäudes umgezogen sind – auch manch neuer Laden grüßt jetzt schon.

Keine Alternative für Medimax geplant

So werkelt das City Carré unter anderem an den neuen Geschäftsräumen der Apotheke am Hauptbahnhof, die vom Eingang Bahnhofsvorplatz, mit nun mehr Fläche und modern ausgestattet, an den Eingang Kantstraße ziehen wird. Dieser soll wie geplant ab 1. April öffnen. Bereits seit November vergangenen Jahres hat das Brillenmoden-Geschäft Robin Look geöffnet.

Der Elektronikhändler Medimax wiederum schließt im Laufe dieses Monats. Hier nimmt anschließend das Spiele Max-Sortiment Platz platz – und das hat einen guten Grund, verriet Andreas Thielemeier, Geschäftsführer der Cemagg Management GmbH, die das City Carré seit 2017 betreuen. “Geplant ist, im Zuge der Umbauarbeiten des City Carré, hinter der Fläche des Spielemax ein Fitnesscenter zu errichten.” So soll die freie Fläche vor dem Spiele Max genutzt und in Richtung Treppenaufgang erweitert werden – es wird Platz geschaffen für das geplante Fitnesscenter, welches sich vom Erdgeschoß, mit Eingang von der Otto-von-Guericke-Straße aus, bis ins Obergeschoß erstrecken soll. Eine Alternative für den Elektronikfachhändler, der zuvor auf einer Fläche von ca. 1.000 m² seine Waren im Erdgeschoss verkaufte, ist nicht  geplant. Hier wird sich künftig Woolworth ausstrecken.

 

City Carré - Spielemax

Die freie Fläche vor dem Spiele Max im City Carré wird künftig zum Spielzeug shoppen ausgebaut sein. Foto: Nico Esche

 

Außerdem in Planung: Die KiK-Filiale, die sich im Untergeschoss befindet, soll künftig Teile der Fläche vom benachbarten Tedi einnehmen, das mit seinem Sortiment und neuer Verkaufsflächengestaltung in das Erdgeschoss ziehen wird.

Gastromeile und mehr Platz

Die größte aller baulichen Maßnahmen ist für Anfang März 2020 geplant. So soll der Eingang vom Bahnhofsvorplatz, zwischen Burger King und Sparda-Bank, ab dem 8. März komplett gesperrt werden. Hier entsteht eine Gastromeile, die unter anderem Burger, Sushi und indische Küche anbieten und mit Sitzgelegenheiten sowie Tischen erweitert werden soll. Welche Gastronomen konkret einziehen werden, wollte Thielemeier noch nicht verraten. Die Burger King-Filiale bleibt bestehen. Einzige Änderung für Gäste der amerikanischen Burger-Kette wird jedoch sein, dass diese auch nach dem 8. März hinaus über den Außeneingang der Filiale am Bahnhofsvorplatz hineingelangen sollen. Während der “heißen Bauphase” müssen jedoch auch hier für circa drei Monate die Pforten geschlossen werden.

 

Das City Carré - Eingang

So sieht der Eingang der Mall am Bahnhofsvorplatz heute aus … . Foto: Nico Esche

 

Visualisierung City Carré-Eingang

… so soll er künftig aussehen. Inklusive Gastromeile und Sitzgelegenheiten. Visualisierung: architekturconzept projektmanagement

 

Ein Winkel für höhere Verweildauer

Beschreitet man heute vom Bahnhofsvorplatz aus gesehen das Gebäude, bewegt man sich durch einen Korridor, um an das andere Ende der Mall zu gelangen. Dies soll sich künftig ändern. So soll der Weg hinter dem Eingang zur Bahnhofsseite angewinkelt und so auch mehr Raum verliehen werden (siehe Visualisierung). Analysen und Kundenumfragen gingen dem Umbau voraus und waren Initialzündung – man möchte so seitens des City Carré die Verweildauer der Kunden erhöhen.

“Wir möchten uns mit dem City Carré optimal für die Zukunft aufstellen und somit einen Mehrwert durch Vielfalt erzeugen”, erzählte Thielemeier. Der Umbau sei hierfür ein wichtiger Baustein. “Ziel ist es uns durch unser Angebot abzuheben.”

20 Millionen Euro Kosten

Die Kosten des Umbaus im Mall-Bereich belaufen sich auf über 20 Millionen Euro. Für die Planung des Umbaus am City Carré zeigt sich als Projektsteuerer das Büro Walter Wiese verantwortlich. Mit der architektonischen Planung ist das Magdeburger Architekturbüro arc beauftragt, mit der technischen Planung das Büro M&P, ebenfalls mit Sitz in Magdeburg.

Nicht mit eingerechnet sind die Kosten der Änderungen der Bürokomplexe. Die Büroräume machen rund 80 Prozent des City Carré aus, die dortigen Umbauarbeiten sollen von frischer Raumaufteilung bis hin zu neuen Teppichböden reichen. Mit Nachmietern für die Räume der Stadtwerke Magdeburg, die künftig im “Blauen Bock” an der Ernst-Reuter-Allee ihre Arbeit verrichten wird, laufen derzeit laut Thielemeier vielversprechende Verhandlungen.

Generell sind noch einige wenige freie Verkaufs- sowie Büroflächen auf dem Grundstück des Einkaufszentrums unvermietet. Gespräche und Verhandlungen sollen aber bereits auf Hochtouren laufen.

Beendet sein sollen die Umbauarbeiten zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft, damit möchte das City Carré gewappnet sein für die Zeit nach der Tunnelbaustelle, erklärte Thielemeier.

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