Leckeres Menü zu Pfingsten

Pfingsten – ob zur Kirche pilgern oder das verlängerte Wochenende mit der Familie genießen, am Ende des Tages darf es kulinarisch werden. Am besten mit einem geschmackvollen 3-Gänge-Menü. 

Ein Tablet, darauf frische Blumen und ein Schild mit der Aufschrift Frohe Pfingsten.

Pfingsten läutet die warmen Monate ein. Foto: Kay Taenzer – fotolia

 

Nach Muttertag und Herrentag steht mit den Pfingsttagen die nächste Möglichkeit an, die Seele baumeln zu lassen. Viele Magdeburger verbringen das verlängerte Wochenende mit der Familie, bei Spaziergänge durch den Rotehornpark oder radeln mit dem Fahrrad die Elbe entlang. Christen nutzen den „50. Tag der Osterzeit“, der ursprüngliche Begriff von Pfingsten, zum traditionellen Kirchgang.

Ein Blick 2000 Jahre in die Vergangenheit zeigt die Bedeutung: Pfingsten gilt als Gründungstag des Christentums. Im Neuen Testament steht geschrieben, dass der Heilige Geist am 50. Tag der Osterzeit auf die Apostel und Jünger Christis herabkam. Jesus‘ Gefolgschaft nahm dies als Zeichen Gottes wahr. Von da an dauerte es knapp 100 Jahre, bis das christliche Fest als Pfingsten betitelt wurde.

Brauchtum und Traditionen

Pfingstsonntag und Pfingstmontag liegen in der Regel zwischen dem 10. Mai und 13. Juni. Regional wird das Pfingstfest mit unterschiedlichen Brauchtümern und Traditionen begangen. Im Bergischen Land in Rheinland-Pfalz wird das sogenannte „Pfingstsingen“ gepflegt, das jährlich viele Menschen anzieht. Dabei ziehen Männer und Mitglieder von Gesangsvereinen durch die Kommunen und sammeln Speck, Eier und Geld.

In der Lüneburger Heide wird Pfingsten mit dem „Pfingstbaumpflanzen“ gefeiert. Ähnlich dem „Maibaum-Stecken“werden dabei frisch geschlagene Birken oder Birkenzweige hübsch hergerichtet und vor Haustür oder dem Zimmerfenster der Liebsten, der sogenannten Liebesmaie, befestigt. Pfingsttradition in Sachsen-Anhalt ist eine Form eines Volksfestes: der Knoblauchsmittwoch. Anlässlich des Erschlagens des sogenannten Knoblauchkönigs im 11. Jahrhundert ernährten sich die Hallenser einen Tag lang mit dem gesunden Gewächs.

Festmahl zu Pfingsten

Tradition zu Pfingsten hat ein Festmahl. Spargel und Erdbeeren sind das Highlight in dieser Jahreszeit. Auf Magdeburgs Wochenmärkten – zum Beispiel am Alten Markt oder den kleineren Märkten an Hasselbachplatz, Neustädter Platz oder Olvenstädter Platz – finden sich Händler, die frisches und zumeist regionales Obst und Gemüse für einen fairen Preis anbieten.

Einkaufen in Magdeburg stellt Ihnen ein leckeres 3-Gänge-Menü aus saisonalen Zutaten zum Nachkochen und Weiterempfehlen vor:

Vorspeise: Rinderbrühe

Rinderbrühe in einer weißen Suppenschüssel, garniert mit Kräutern.

Eine Rinderbrühe – als Vorspeise ideal. Foto: Mania777 – Fotolia

 

Zutaten für vier Personen:

  • 500 Gramm Suppenfleisch
  • 3 Markknochen
  • 2 Rinder-Beinscheiben
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stange Lauch
  • 120 Gramm Knollensellerie
  • 2 Möhren
  • 1 Bund Petersilie (kraus oder glatt)
  • Lorbeerblätter
  • Pfeffer
  • Piment
  • Getrockneten Thymian
  • Salz
  • 2 Liter Wasser

 

Zuerst Zwiebeln in zwei Hälften schneiden, mit der flachen Seite in den heißen Topf legen und anrösten. Anschließend werden Suppenfleisch, Markknochen und Beinscheiben darüber aufgeschichtet. Gemüse grob hacken und ebenfalls darüber verteilen, mit Wasser auffüllen und salzen. Das Ganze muss rund eine halbe Stunde kochen. Stets den Schaum abschöpfen und den Topf bei Bedarf mit heißem Wasser auffüllen.

Schließen Sie den Topf mit dem Deckel und lassen alles eine Stunde bei schwacher Hitze köcheln. Nehmen Sie nach einer halben Stunde das Fleisch aus dem Topf und gießen Sie die Suppe durch ein Sieb in einen anderen Topf. Mit Pfeffer, Salz, Lorbeer, Piment und Thymian würzen, anschließend die Brühe mit der Petersilie verfeinern. Nach Belieben mit gebackenen Knödeln, Mark- oder Leberknödeln servieren – oder der Brühe Flädle zugeben, für das „schwäbische Extra“.

 

Hauptgang: Frischer Spargel mit Schinken und Kartoffeln

Ein Klassiker der deutschen Küche: weißer Spargel mit Kartoffeln und Schinken auf Sauce Hollondaise.

Ein Klassiker der deutschen Küche: weißer Spargel mit Kartoffeln und Schinken auf Sauce Hollondaise. Foto: karepa – stock.adobe.com

 

Zutaten für vier Personen:

  • 1 Kilogramm Kartoffeln (festkochend)
  • 2 Kilogramm weißer Spargel
  • Salz
  • Zucker
  • 500 Gramm Kochschinken in Scheiben

Zutaten für die Sauce Hollandaise:

  • 250 Gramm Butter
  • 1 Schalotte
  • 1 Esslöffel Weißwein-Essig
  • 4 Eigelb (Grüße M)
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer

 

Die Kartoffeln unter kaltem Wasser gründlich abspülen. Am besten die gesunde Schale dran lassen. Spargel schälen und die Enden abschneiden. Anschließend die Kartoffeln in gesalzenem Wasser weich kochen.

Für den Spargel geben Sie Salz und eine Prise Zucker in einen Topf mit Wasser, lassen dieses sprudelnd aufkochen und nehmen den Topf vom Herd. Darin darf der Spargel für 20 Minuten ziehen.

Für die Sauce Hollandaise Butter bei schwacher Hitze schmelzen, nicht braun werden lassen. Dann den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Sollte Butterschaum zu sehen sein, diesen vorsichtig abschöpfen.

Schalotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Diese mit dem Weißweinessig und zwei Esslöffeln Wasser in einen Topf geben, alles kurz aufkochen und den Sud in eine Schüssel geben. Die vier Eigelb mit einem Esslöffel kaltem Wasser der Schüssel mit dem Sud zufügen und mit einem Schneebesen verquirlen.

Bereiten Sie ein heißes Wasserbad vor. Setzen Sie die Schüssel mit dem Sud darauf und schlagen den Inhalt mit Schneebesen oder Rührgerät auf, bis eine dicke Creme entsteht. Anschließend vom Wasserbad nehmen und rund 30 Sekunden weiter schlagen. Nun die geschmolzene Butter vorsichtig in die Masse einrühren. Würzen Sie die Sauce mit Salz und Pfeffer und schmecken sie mit dem Zitronensaft ab.

Dann Kartoffeln abgießen. Den Topf mit dem Spargel für wenige Minuten erwärmen, damit er wieder Temperatur bekommt, dann herausnehmen und abtropfen lassen. Mit den Kartoffeln und dem Kochschinken anrichten und mit der Sauce Hollandaise schmecken lassen.

 

Nachspeise: Erdbeer-Biskuit-Schnitte

Ein mit frischen Erdbeeren belegter Blechkuchen.

Mit frischen Erdbeeren zur idealen Jahreszeit: die Erdbeerschnitte. Foto: Erich Mücke – stock.adobe.com

 

Zutaten für 24 Stücke:

Biskuitboden:

  • 6 Eier
  • 250 Gramm Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Packung Vanille-Zucker
  • 150 Gramm Mehl
  • 2 Packungen Vanille-Pudding (Pulver)
  • Halber gestrichener Esslöffel Backpulver

Vanille-Füllung:

  • 4 Stück Blatt Gelatine
  • 1 Packung Vanille-Pudding (Pulver)
  • 60 Gramm Zucker
  • Halber Liter Milch
  • Viertel Liter Schlagsahne

Belag:

  • 800 Gramm Erdbeeren
  • 80 Gramm Marillenmarmelade

Gelee:

  • 1/4 Liter Wasser
  • 1/4 Liter Erdbeersaft
  • 40 Gramm Zucker
  • 2 Packungen Tortenguss

 

Schlagen Sie für die Biskuitmasse die Eier mit Salz, Zucker und Vanille-Zucker über einem Wasserbad warm. Dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen und mit dem Handmixer schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver und Puddingpulver vermengen und unter die Masse heben.

Legen Sie Backpapier auf ein Blech und geben Sie die Biskuitmasse darauf. Glatt streichen und bei 190 Grad (Ober-/Unterhitze) oder 170 Grad (Umluft) rund 20 Minuten backen.

Ist der Biskuit ausgekühlt, diesen horizontal schneiden. Eine Hälfte auf ein Kuchenblech auslegen, die andere daneben legen.

Die Füllung: Gelatine vorbereiten (Packungsanweisung beachten). Puddingpulver mit Zucker und Milch verrühren und zu einem Pudding aufkochen – stetig rühren, sonst klumpt die Masse. Gelatine unter die Mischung aus Pudding, Zucker und Milch rühren und abkühlen lassen. Sobald die Masse fest wird, die Schlagsahne unterheben und alles auf den Biskuitboden streichen. Anschließend die zweite Hälfte des Biskuits zum vorsichtig drauflegen und sanft andrücken.

Die Oberseite bestreichen Sie mit Marmelade und verteilen großzügig die Erdbeeren darauf – je nach Vorliebe im Ganzen, geteilt oder geviertelt.

Zuletzt den Gelee-Guss herstellen: Erdbeersaft, Zucker und das Tortengeleepulver vermengen und aufkochen – rühren nicht vergessen. Abkühlen lassen und über die Erdbeeren gießen.

Danach den Erdbeerkuchen im Kühlschrank abkühlen lassen.