Der "Einkaufen in Magdeburg"-Blog

Die Geschichte des Handels – Teil 1: Wie alles begann

Beim Bäcker ein paar Brötchen, noch schnell zwei bis drei neue Shirts für den Frühling und ein Straßenbahnticket für den Heimweg lösen. Unser Alltag ist bestimmt von vielen Einkäufen. Doch woher kommt das? In dieser Reihe wollen wir uns mit dem Ursprung von Geld und Handel auseinandersetzen.

 

 

 

 

Die Frühzeit – wie alles begann

In der ersten Folge unserer Reihe Die Geschichte des Handels geht es darum, wie der Mensch vom Nomaden zum Dorfbewohner wurde und durch seine wachsende Vielfalt an Gütern der Tauschhandel entstand.

 

Selbstversorger mit Gemeinschaftseigentum

Als vor 2,5 Millionen Jahren der Mensch begann, sich erstmals Werkzeuge zu bauen, ebnete er so den Weg, sich von der Tierwelt allmählich hervorzuheben. Doch bis zu einer Gemeinschaft, die Handel betreibt, musste noch viel Zeit verstreichen. Lange wanderten Menschen in Nomadenvölkern durch die Wildnis und lebten als Jäger und Sammler.
Nahrungsmittel wurden innerhalb des Stammes geteilt, da sie auch gemeinschaftlich beschafft wurden. Jeder Einzelne trug mit seiner Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit bei. An Handel untereinander oder gar mit anderen Stämmen dachte damals noch niemand.

 

Der Mensch wird sesshaft; alles wegen Bier?

Eine unglaublich lange Zeit später – ca. 8000 v. Chr. – wurden die ersten Menschen sesshaft, blieben aber zunächst Jäger und Sammler. Viele Jahrhunderte später (ca. 6000 v. Chr.) begannen die Menschen allmählich mit Viehhaltung und Ackerbau. Schafe, Rinder, Schweine und ähnliches wurden gezüchtet und es entstanden die ersten Vorratsspeicher. Vieles wurde in Tongefäßen aufbewahrt.
Selbst Bier war in manchen Teilen der Welt schon bekannt. Das sei, laut dem Wissenschaftler Josef H. Reichholf, der Hauptgrund für die Menschen gewesen, sesshaft zu werden. Um das zu brauen, mussten sie Getreide anbauen und sich neben den Äckern anzusiedeln. Wild zum Jagen oder Beeren zum Sammeln gab es wohl genug, sodass der Mangel an Nahrung kein Beweggrund gewesen sein kann.

 

Neue Erfindungen

Für all das waren neue Werkzeuge nötig. Die Hacke sowie die Sichel und vor allem das Rad wurden erfunden. Durch die Produktion vielseitigerer Waren, musste die Arbeit zwangsläufig aufgeteilt werden. So entstanden erste Berufsgruppen wie Bauer oder Handwerker. Gerade letztere gewannen immer mehr an Bedeutung. Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. gelang es den Menschen Metalle abzubauen und zu verarbeiten. Aus Bronze, welches aus Kupfer und Zinn hergestellt wird, wurden Schmuckstücke, aber auch Waffen gemacht.

 

Naturalien als Währung

Dadurch entwickelte sich ein noch breiteres Spektrum an unterschiedlichen Produkten, sodass der Handel mit anderen Völkern immer interessanter wurde. Der beschränkte sich allerdings auf Tauschgeschäfte. Gängige Zahlungsmittel waren, je nach Region, beispielsweise Reis, Tee, Pfeffer oder gar Fleischprodukte. Die Erfindung des Geldes war ein weiterer bahnbrechender Schritt in der Geschichte der Menschheit. Wie die zustande kam und was die Redewendung „reich wie Kösus“ damit zu tun hat, erfahren Sie in der nächsten Folge.