Der Einkaufen in Magdeburg-Blog

Wie viel Taschengeld ist angemessen?

Taschengeld bietet Kindern die Möglichkeit, selbstständig ihr Kaufverhalten zu bestimmen. Doch in welcher Form ist es angebracht? Hier erfahren sie mehr.

 

Taschengeld

 

Kitschige Zeitschriften, kurzlebiges Spielzeug oder kariesliebende Süßigkeiten – ist man mit Kindern beim Einkaufen, muss man oft mit einer Quengel-Orgie von Seiten der Knirpse rechnen. Alles, was auch nur ein wenig interessant aussieht, würden sie am liebsten sofort mitnehmen. Da ist es wichtig, dass Eltern klare Grenzen setzen. Ab einem gewissen Alter kommen die Kinder allerdings mit Taschengeldforderungen und manche sind sich unsicher wie sie darauf reagieren sollen.

Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt, schon frühzeitig mit kleinen Summen damit anzufangen. Kinder sollen den Umgang mit frei verfügbarem Geld von klein auf erlernen. Wann genau man damit beginnt, bleibt individuell abzuwägen. Für Heranwachsende unter zehn Jahren macht das DJI folgende Vorschläge:

6 Jahre: 1,00 – 1,50 Euro/Woche

7 Jahre: 1,50 – 2,00 Euro/Woche

8 Jahre: 2,00 – 2,50 Euro/Woche

9 Jahre: 2,50 – 3,00 Euro/Woche

Sparschwein Taschengeld

 

Irgendwann sind die Grundzüge im Umgang mit dem Geld verstanden. Dann können Eltern einen weiteren Schritt gehen. Sie können darüber nachdenken, das Taschengeld nicht mehr wöchentlich, sondern einmal im Monat auszuzahlen. Damit lernen die Kinder, sich größere Summen auf einen längeren Zeitraum einzuteilen. Hierbei hat das Deutsche Jugendinstitut ebenfalls eine Empfehlung:

10 Jahre: 15,00 – 17,50 Euro/Monat

11 Jahre: 17,50 – 20,00 Euro/Monat

12 Jahre: 20,00 – 22,50 Euro/Monat

13 Jahre: 22,50 – 25,00 Euro/Monat

14 Jahre: 25,00 – 30,00 Euro/Monat

15 Jahre: 30,00 – 37,50 Euro/Monat

16 Jahre: 37,50 – 45,00 Euro/Monat*

17 Jahre: 45,00 – 60,00 Euro/Monat*

ab 18 Jahren: 60,00 – 75,00 Euro/Monat*

*für Jugendliche, die noch kein eigenes Geld verdienen

 

Zu beachten bei alldem sei, dass es klare Regelungen gibt, was mit dem Taschengeld bezahlt wird und was nicht. Die genannten Summen schließen Ausgaben im Alltag (wie Kleidung, Schulmaterial oder Handyvertrag) aus. Hierbei wird geraten, ab etwa 14 Jahren Budgets für die jeweiligen Bereiche einzuführen. Sofern die Jugendlichen einen teureren „Luxusartikel“ wollen, sollten sie die Differenz mit ihrem eigenen Geld bezahlen.

Wichtig:

Das alles sind letztlich nur Empfehlungen und soll nur der Orientierung dienen. Jeder muss selbst abwägen, wie viel Geld er seinem Kind zumuten kann und will. Der Umgang mit freiverfügbarem Geld ist jedoch wichtig lernen.